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Rund ums Tier

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Landwirtschaftliche MitteiLungen 15. November 2013

kk

Rund ums Tier

Magazin für steirische Nutztierhalter.

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Tiergesundheit

Parasiten müssen strate- gisch bekämpft werden. Mit Tierarzt planen. Seiten 4,5

Nicht wegzudenken

Tierhaltung ist Wirtschafts- faktor und Visitenkarte für den Tourismus. Seite 6

Hirse in der Mast

Bis 40 Prozent Hirse sollten kein Problem sein. Was zu beachten ist. Seiten 8,9

Ställe des Jahres

Fünf herausragende Stall- baulösungen. Seiten 10-13

Grundfutterqualität

Nicht nur Menge, auch die Qualität lässt heuer zu wün- schen übrig. Seiten 14,15

Rindfleischqualität

Mast mit Gras gewinnt an Bedeutung. Sorge um pas- sende Genetik. Seiten 16,17

Milch nach der Quote

Interview: Molkereien se- hen sich für mehr Milch ge- wappnet. Seiten 18,19

Klima im Geflügelstall

Schon jetzt an den nächs- ten Sommer denken und in- vestieren. Seiten 20,21

Geflügelfütterung

Fütterung gegen Verluste bei Hitzestress. Seite 22

Erstes Trockeneiwerk

Ein Blick ins Innere der ers- ten österreichischen Ei- Trocknungs-Anlage. Seite 23

inhalt

KühlschranK lagern

D

er Verein für Konsu- menteninformation (VKI) hat in Kooperati- on mit der AMA 21 Proben von Hendl- und Putenfleisch untersucht. Die Ergebnisse zeigen, wie wichtig eine klare Kennzeichnung und ein durch- gängiges Qualitätsmanage- ment sind.

„Dieser Test des VKI zeigt, wie wichtig eine ganzheitliche Qualitätssicherung entlang der gesamten Produktionsket- te ist. Genau dafür steht un- ser AMA-Gütesiegel. Wir sor- gen für Qualität vom Stall bis in die Theke“, erklärt Martin Greßl, oberster Qualitätsma- nager der AMA-Marketing.

In der AMA nimmt man die VKI-Untersuchung zum An- lass, die Richtlinien für das AMA-Gütesiegel weiterzuent- wickeln und den Lebensmit- telhandel noch stärker in die Pflicht zu nehmen.

geschäfte: Mehr Kontrollen Immerhin wies mehr als die Hälfte der untersuchten Pro- ben im Geschäft eine zu ho- he Kerntemperatur auf. Maxi- mal vier Grad sind nach den Bestimmungen der AMA er- laubt. „Wir werden unsere Kontrollen hier intensivieren“, so Greßl.

Weiters fordert der Qualitäts- manager der AMA eine bes-

sere und transparentere Kenn- zeichnung der Lebensmittel in den Verkaufsgeschäften und in den Flugblättern. „Der Einkauf von Geflügelfleisch gleicht einer Schnitzeljagd: zur Täuschung geeignete Deklara- tionen und Regalauslobungen, fehlende Herkunftsangaben und eine Pickerl-Parade, die Konsumenten in ihrer bewuss- ten Kaufentscheidung ver- zweifeln lässt“, wünscht sich Greßl mehr Klarheit im Regal.

Seit eineinhalb Jahren gibt es Geflügelfleisch mit AMA-Gü- tesiegel.

Geflügel: AMA-Gütesiegel Seit Mai vorigen Jahres ist Ge- flügelfleisch in die AMA-Fami- lie eingebunden. Wie bei allen anderen Programmen steht auch die Produktion von Huhn und Pute mit dem AMA-Gü- tesiegel auf den Säulen Her- kunft und Qualität, welche von unabhängigen Stellen kontrolliert werden. Geflügel- fleisch darf nur dann das rot- weiß-rote AMA-Gütesiegel tragen, wenn die Küken in Ös- terreich erbrütet, aufgezogen und in einem heimischen Be- trieb geschlachtet wurden.

In puncto Qualität liegt der Fokus auf den Hygienemaß- nahmen wie Hygieneschleu-

Bessere Kennzeichnung

VKI-Test: Heimisches Geflügel schneidet am besten ab

aMa ver- stärkt Kont- rollen in den

Lebensmit- telgeschäf- ten, weil die

Kerntempe- raturen zu hoch sind

AMA

u Regelmäßig Kühlschrank abtauen und putzen unterstützt die Küchen- hygiene maßgeblich. Tauschen Sie Handtücher, Schwämme, Lappen und Bürsten regelmäßig aus. Dort nisten sich Keime gerne ein.

uDurchgehende Kühlkette vom Ge- schäft bis zum Kühlschrank si- cherstellen.

uLagern Sie offenes Fleisch in ge- schlossenen Behältern oder gut verpackt in der kältesten Zone des Kühlschrankes – direkt über dem Gemüsefach. Verbrauchen Sie Geflü- gelfleisch innerhalb des angegebenen

Datums „zu verbrauchen bis“.

uWaschen Sie vor und nach jedem Hantie-

ren mit Geflügel- fleisch die Hände.

tipps

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gut Durcherhitzen

AMA-Fleischmanager Dr. Rudolf Stückler ist der strategische Kopf hinter den Werbeoffensiven

Pfiffige Geflügelwerbung

S

ein Ziel ist es den Geflü- gelabsatz anzukurbeln.

Hinter den pfiffigen und zielgruppengesteuerten Fern- seh-, Radio- und Kinospots und den zahlreichen Inserat- Kampagnen in den Zeitungen steckt ein Profi: Dr. Rudolf Stückler, seit vielen Jahren AMA-Fleischmanager.

Als „supercool“ kam im Som- mer bei den jungen TV-Kon- sumenten der erstmals ausge- strahlte Spot „Basketball“ an.

Stückler: „Damit haben wir die kritischen jungen weiblichen TV-Seherinnen angesprochen.

Mit den 980 Ausstrahlungen haben wir eine Nettoreichwei- te von mehr als 70 Prozent er- zielt.“

Kino für die Jungen Seit 19. Juli 2013 und bis zum Jahresende läuft die Fleischwerbung in den größ- ten Kinocentern Österreichs.

Stückler: „In mehr als 300 Ki- nosälen werden somit 900.000 garantierte Kontakte erzielt.“

Eingesetzt werden zwei Spots für die Kernzielgruppe der jun- gen Kinogeher. Der bereits im Winter 2012 ausgestrahlte Spot „Putzfrau“, der beson- ders durch seine Impactstärke bestach, sowie der neue Spot

„Basketball“.

Geflügel im Radio Ebenfalls zur raschen Ankurbe- lung des Geflügelfleischabsat- zes wurde ein neuer pfiffiger Spot insgesamt mehr als 130

Mal im ORF und diversen Pri- vatsendern im Juli und August geschalten.

Werbung in Zeitungen Parallel dazu wurden ganz- und halbseitige Inserate in relevan- ten Magazinen, Tages- und Wochenzeitungen geschalten.

Nach demselben Konzept wur- den Ende Oktober neue Su- jets mit einem „Brathendl“

zu Verstärkung der Pres- seaussendung „Ge- flügelfleisch braucht Qualität vom Stall bis zum Teller“ gestaltet.

AMA-Grillclub Grillen liegt voll im Trend. Noch nie zuvor wurden so viele Grillge- räte wie heuer verkauft.

Auch die aktuelle Roll- AMA bestä- tigt, dass der Flei- schabsatz inklusive Geflügel – insbeson- dere das Grillsor- timent

– mehr als zufriedenstellend ausgefallen ist. Einen nicht un- erheblichen Beitrag dazu liefer- ten die Aktivitäten des AMA- Grillclubs. So wurde Anfang August eine weitere Ausgabe des Magazins „Grillzeit“ mit ei- nem Chicken-Special verteilt.

Sehr wichtig ist die Homepage www.ama-grillclub.at, die spe-

ziell von der face- book–Fangemein-

de sehr geschätzt wird. Und die

120 akkreditier- ten AMA-Grill-

trainer haben in ganz Öster- reich 400 Grill- seminare ge- halten.

Legt der Bevölkerung

österreichisches Fleisch ans Herz: Dr. Rudolf Stückler AMA

Bessere Kennzeichnung

sen, sauberen Ställen, Vor- schriften zur Vermeidung von Schadnagern oder der sorg- samen Lagerung von Futter- mitteln und Einstreu. Richtli- nien gibt es auch hinsichtlich Fütterung: AMA-Geflügel darf ausschließlich mit qualitätsge- prüften Futtermitteln gefüt- tert werden. Landwirte, die am AMA-Gütesiegel teilneh- men, müssen Mitglied beim Geflügel-Gesundheitsdienst sein. Dies gewährleistet eine intensive Betreuung durch ei- nen Tierarzt. „Die Veterinä- re unterstützen die Landwir- te bei ihrem Betriebsmanage- ment, um Mängel erst gar nicht entstehen zu lassen“, er- klärt Greßl.

All diese Vorgaben für die Landwirte werden von unab- hängigen Stellen einmal jähr- lich kontrolliert. Dabei zie- hen die Kontrollorgane stich- probenartig Futtermittel- und Kotproben, die auf den Einsatz unerlaubter Mittel getestet werden. Jede Herde wird vor der Schlachtung auf Salmo- nellen überprüft. Sind Keime der zwei relevantesten Salo- mellen-Stämme (S. enteritidis, S. typhimurium) nachweisbar, wird die ganze Herde aus dem AMA-Gütesiegel-Programm ausgeschlossen.

uFür rohes Geflügel eigene Mes- ser und Schneidbretter verwenden.

Danach ab in den Geschirrspüler!

uKochen und braten Sie Geflügel- fleisch immer ausreichend durch.

Die Temperatur im Inneren des Fleisches sollte für mindestens zwei Minuten 70 Grad betragen. Ein Fleischthermometer hilft sie zu er- mitteln. Nicht lange warm halten, zwischendurch neu erhitzen.

So wirbt die AMA:

Mit Plakaten und TV-Spots

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Tiergesundheitsdienst (TGD) unterstützt die Behandlung von Parasiten, die in den Beständen enorme Schäden anrichten können

Parasiten: Nicht nur Weidetiere betroffen

W

er mit Rindern arbeitet, den ärgern zwangsläu- fig auch immer wieder die Parasiten. Vor allem in der Aufzucht verursachen parasi- täre Erkrankungen Schäden und Entwicklungsstörungen, welche durch nachträgliche Behandlungen nur noch be- grenzt werden können.

Würmer

Würmer sind „Saisonarbei- ter“. Sie überwintern entwe- der als Larven auf der Weide oder legen eine Ruhephase im Rind ein und sorgen im Früh- jahr, wenn das Klima für sie günstiger wird, für eine neue Weideverseuchung. Durch die nun ständig erfolgende Anste- ckung mit und Anhäufung von Würmern entsteht ungefähr im Juli/August ein besonders hoher Parasitendruck auf der

Z

oonosen sind Krank- heiten und Infektio- nen, die zwischen Tie- ren und Menschen übertragen werden können. Infektionen finden meist über Tierkontak- te, Lebensmittel oder das Ein- atmen von Erregern statt.

Weltweit sind rund 900 Zoo- noseerreger bekannt. Zoono- sen bei Nutztieren werden in Europa schon lange bekämpft, was hinsichtlich der Tbc und Brucellose erfolgreich verlief.

Heute sind zusätzlich „neue“

Erreger wie Ehec (aggressive Colikeime) von Interesse. Zoo- nosen verlaufen beim Men- schen häufig wie eine „Grip- pe“, weshalb ihre Dunkelziffer enorm ist. Vielen Berufsgrup- pen sind die Risiken nicht voll

bewusst. Im Zuge von Projek- ten des Steirischen TGD wur- den Landwirte, Tierärzte, Schlachthofarbeiter und Jäger untersucht, die Ergebnisse zei-

gen Infektionsrisiken deutlich auf. Zoonosen vom Rind sind beispielsweise Trichophytie, mit schweren Hautpilzinfektio- nen bei Kindern oder Euterpo- cken. Vom Schwein sind unter anderem Leptospiren, Strepto- kokken, oder Influenzaviren übertragbar, von Hunden und Katzen Hautpilze sowie Band- und Spulwürmer. Vorbeuge- maßnahmen sind hygienische Grundregeln, Verhinderung von Schmierinfektionen, Vor- sicht bei Geburtshilfe, Schutz beim Arbeiten mit Druckreini- gern (Staubmaske, Schutzbril- le, Schutzhandschuhe). Sach- liche Informationen sind gefor- dert, die Betreuungstierärzte werden dafür geschult.

Dr. Armin Deutz

Weide und somit eine beson- dere Gefährdung der Rinder.

Eine besondere Gefahr, vor al- lem auf feuchten Weiden oder bei offenen Wasser stellen, ist der große Leberegel. Der wirt- schaftliche Schaden kann bei einer reduzierten Milchleis- tung, verringerten Mastleis- tung sowie massiven Frucht- barkeitsstörungen mehre- re hundert Euro pro Tier be- tragen. Der TGD Steiermark macht zum kommenden Jah- reswechsel eine flächende- ckende Tankmilchuntersu- chung auf Leberegelbelastung in den Milchviehbetrieben, um eine Übersicht über die Ver- teilung dieses Parasiten in der Steiermark zu erhalten. Vor- aussetzung für eine erfolgrei- che Bekämpfung ist eine gute Diagnostik. Dazu müssen Kot- proben untersucht werden.

Der Tiergesundheitsdienst un- terstützt die Produzenten mit wertvollen Vorsorge- und The- rapiemaßnahmen.

uKotuntersuchungen auf Para- siten werden bei allen Tierarten gefördert.

uBekämpfungsprogramm von Ekto- und Endoparasiten beim Schwein, um räude- und wurm- freie Mastferkel zu liefern.

uAntibiogramm bei Schweinen ist bei Einsatz von modernen Antibiotika je Betrieb zumindest einmal jährlich vorgesehen.

uEs werden im Landeslabor systematische Untersuchungen auf Leberegel aus den BVD-Pro- ben durchgeführt.

uFür die elektronische Nutzung der LKV-Herdenmanagement- Daten durch Betreuungstierärz- te werden je Bestand Kosten re- fundiert.

uBrix-Refraktometerankauf zur Untersuchung der Biestmilch des Rindes wird gefördert.

uDie Weitertypisierung von Keimen aus tierärztlichen Pra- xen kann im Landes-Milchlabor durchgeführt werden.

uBekämpfung der Moderhinke wird tierärztliche Diagnostik je Betrieb und Jahr bezuschusst.

uSeminarreihe „Bestandsbe- treuung für Tierärzte“ für steiri- sche Tierärzte.

uExterne Beratungen für Pro- blembetriebe aller Tierarten so- wie Landesprogramm „Sauen- fruchtbarkeit“ werden nach ei- nem Verfahren abgehandelt.

uEine ÖTGD-Programmteilnah- me ist eventuell je nach Tierart unbedingt erforderlich!

Dr. Karl Bauer Geschäftsführer Tiergesundheitsdienst

leistungsKatalog

Dabei sollten immer mehrere

Tiere verschiedenen Alters be- probt werden. Auch hier bie- tet der TGD eine entsprechen- de finanzielle Unterstützung.

Auch bei ganzjähriger Stallhal- tung kann sich ein nicht uner- heblicher Parasitenbefall mit Darmwürmern, Leberegel und Lungenwurm aufbauen. Zu- sätzlich sind auch Ektopara- siten wie Milben, Läuse und Haarlinge nicht zu unterschät- zen.

Die strategische Bekämpfung sollte sinnvollerweise auf- grund von drei Faktoren mit dem Betreuungstierarzt erfol- gen: Weide- und Stallhygie- ne, anzuwendende Arzneien, Zeitpunkt der Behandlungen.

Auch die Unterstützungsmög- lichkeiten durch den TGD sind mit dem Tierarzt abzuklären.

Dr. Sepp Elmer

Krankheiten und Infektionen, die vom Tier auf den Menschen übergehen

Infektionsgefahren im Stall

Geburtshilfe birgt Infektionsrisiken

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Tiergesundheitsdienst (TGD) unterstützt die Behandlung von Parasiten, die in den Beständen enorme Schäden anrichten können

Parasiten: Nicht nur Weidetiere betroffen

E

uropaweit wird über Antibiotika-Einsatzbe- schränkungen disku- tiert. Mit dem Einsatz dieser Mittel in der Tierhaltung wer- den die Bauern ungerechtfer- tigt beschuldigt, hauptverant- wortlich für die resistenten Bakterien in den Krankenhäu- sern zu sein. Andererseits ver- langen Konsumenten nach an- tibiotikafreiem Fleisch.

Obwohl in den Niederlanden seit Jahrzehnten die Tierhal- tung weitaus intensiver ist als in Österreich, haben dort die Krankenhäuser keine Proble- me mit multiresistenten Bak- terien, weil sie seit Jahren eine wirkungsvollere Krankenhaus- hygiene umsetzen. Die einsei- tige Schuldzuweisung für die

Resistenzproblematik an die Landwirte ist nicht zulässig!

Alle EU-Staaten und auch Ös- terreich sind gerade dabei, ein System zur Erfassung der ver- brauchten Antibiotikamengen in der Tierhaltung zu schaffen.

Österreich liegt beim Antibioti- kaverbrauch im unteren Drittel aller EU-Länder, was auf einen verantwortungsvollen Um- gang von Bauern und Tierärz- ten hinweist.

Dr. Wolfgang Schafzahl

Diese spezielle Beilage über die Tierhaltung bietet eine breite Information. Gerade die Tier- gesundheit liegt uns allen am Herzen. Die Verantwortlichen im steirischen Tiergesundheits- dienst sind bemüht, positive Beiträge zu leisten.

Erfahrene Bauern und Tierärz- te erarbeiten gemeinsam mit dem Geschäftsführer, Fach- leuten und Praktikern diver- se Programme. Die Tierhalter in den verschiedenen Sparten brauchen die Unterstützung der Tierärzte, um einen gesun- den Tierbestand zu haben. Von der Gesundheit hängt auch die Wirtschaftlichkeit ab. Wir Bau- ern brauchen auch einen kos- tendeckenden Erlös zur Exis- tenzsicherung. Die Konsumen- ten wünschen sich Fleisch und Milchprodukte aus der Region.

Diese Wünsche können aber nur heimische Bauern erfüllen.

Wir haben auch Gegenwind.

Bürgerinitiativen und Aktivisten gegen die Tierhaltung erschwe- ren oft eine Weiterentwicklung.

Unerlaubte Stallbesuche aus dem Hinterhalt lehnen wir ab.

Wir öffnen aber die Stalltüren, um einen Einblick in die Tierhal- tung zu geben. Es ist Zeit auf- zuzeigen, dass es auch kran- ke, verletzte und auch verende- te Tiere gibt. Dabei helfen uns die Tierärzte, welche uns durch ihr Können beistehen. Unsere Jugend muss eine Chance und eine Freude zur Tierhaltung ha- ben, nur so kann die Bevölke- rung mit gesunden, heimischen Lebensmitteln versorgt werden.

Josef Kowald Obmann

Tiergesundheitsdienst

KoMMentar

Auch bei ganzjähriger Stallhaltung können Parasiten zur Qual werden

ELMER

Die Fakten: Österreich liegt im Verbrauch im unteren Drittel der EU

Antibiotika beim Schwein

Bauern sind nicht an antibiotikaresistenten Keimen schuld KK

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Kulinarik, Tourismus und Landschaftsbild

F

ährt man durch Öster- reich und die Steier- mark ist unsere von der Tierhaltung maßgeblich mitgeprägte Kulturlandschaft durch eine einzigartige Vielfalt geprägt. Eine Vielfalt, die nicht nur der eigenen Bevölkerung als Wohn- und Erholungsraum dient, sondern über den Tou- rismus mehr als 130 Millionen Nächtigungen mit einer jährli- chen Gesamtwertschöpfung von mehr als 17 Milliarden Eu- ro nach Österreich bringt.

Kulinarik und Genuss Was wäre unser Land ohne diese Vielfalt an kulinarischen Genüssen, die uns die Tier- haltung oder besser gesagt, das Fleisch das diese hervor- bringt? Vom Speck und der Brettljause auf der Alm, der Buschenschankjause, dem Schweins-, Rindsbraten und Geselchten, dem Henderl bis hin zur Lammkrone oder der steirischen Weidegans. Die Tierhaltung deckt den Tisch, bringt kulinarische Vielfalt und schmeckt dazu. Neben dem Geschmackserlebnis liefert Fleisch hochwertiges Eiweiß und Fett, ist Eisenlieferant und versorgt uns mit Vitaminen.

Dem Wunsch vieler Konsu- menten nach Regionalität wird kaum ein Produktionsbereich so gerecht wie die heimische Tierhaltung. Da gibt es das AMA-Gütesiegel als österrei-

chisches Flaggschiff heimi- scher Produktion. Aber auch in der Steiermark ist man, was regionale Markenprogramme betrifft, absoluter Trendsetter und Vorreiter. Regionalpro- gamme, wie das unlängst aus der Taufe gehobene Steirische Vulkanlandschwein, Almo, das Weizer Berglamm, Stei- rerglück, Styria Beef, Absolut Steirisch und andere beweisen Aktuell ist die Tierhaltung im

Fokus zahlreicher Diskussionen.

Dabei reicht der Bogen von ei- nem unverständlichen OGH Ur- teil bis hin zum Umstand, dass Tierhalter zum Freiwild selbst ernannter Tierschützer gewor- den sind. Verunsicherung und Resignation sind die Folge. Die bäuerlichen Familien sind sich sehr wohl ihrer Verantwor- tung, die mit der Haltung von Tieren verbunden ist, bewusst und dürfen, wenn sie sich an die gesetzlichen Bestimmun- gen halten, in der Öffentlichkeit weder diskreditiert noch krimi- nalisiert werden. Auch das un- befugte Eindringen in Stallun- gen hat in einem Rechtsstaat nichts verloren. Dazu kommt – unterstützt von einer an der Realität vorbeigehenden Wer- bung – der Wunsch der Gesell- schaft nach besonderen Tier- haltungsstandards. Der Markt zeigt allerdings ein ganz ande- res Bild. Nämlich, dass Marken- programme nicht einen Gang hinauf, sondern einen Gang hi- nunterschalten müssen. Denn was in der „Grundschule Wirt- schaft“ selbstverständlich ist, nämlich dass Mehrkosten durch Mehrerlöse abzudecken sind, gilt für das Verhältnis Landwirt- schaft zu Konsument nicht.

Hier sind vor allem die Konsu- menten, NGO´s und der Handel gefordert. Denn Verantwortung heißt nicht nur höhere Stan- dards zu fordern, sondern diese auch zu bezahlen. Die Landwirt- schaft ist zur Veränderung be- reit, wenn sie abgegolten wird.

Johann Bischof Tierzuchtleiter der

Landeskammer

KoMMentar

Durch den Klassifizierungsdienst

und den TGD erfolgt Qualitätssicherung auf

höchstem Niveau.

Johann Bischof, Tierzuchtleiter Landeskammer

Tierhaltung bringt allen in der Gesellschaft etwas

diese Vorreiterrolle eindrucks- voll. Nicht nur die Produktion von Fleisch höchster Qualität, sondern vor allem der Quali- tätssicherung wird breitester Raum eingeräumt. So arbei- ten im Dienste der Qualitäts- sicherung alleine etwa 60 Per- sonen im steirischen Klassifi- zierungsdienst. Zudem leistet auch der Steirische Tierge- sundheitsdienst wertvolle Ar- beit im Dienste der Qualitäts- sicherung, um Fleisch zu dem zu machen was es ist, eines der sichersten und besten Le- bensmittel.

Ländlichen Raum erhalten Alleine der Wert der tierischen Produktion zu Herstellungs- preisen in der Steiermark si- chert mit knapp 700 Millionen Euro vielen bäuerlichen Betrie- ben die wirtschaftliche Exis- tenz. Mit jedem Arbeitsplatz in der Landwirtschaft werden auch drei Arbeitsplätze in den vor- und nachgelagerten Be- reichen gesichert und weite- re Wertschöpfung erzielt. In Zeiten hoher Arbeitslosigkeit, einer zunehmenden Entvölke- rung vor allem der ländlichen Gebiete, ist die Wertschöp- fungskette Tierhaltung unver- zichtbar. Damit verdient die Tierhaltung nicht nur die not- wendige Wertschöpfung, son- dern vor allem auch die ent- sprechende Wertschätzung.

Johann Bischof

Almen brauchen Tiere GRABNER

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Die gute steirische Jause ist für den Tourismus eine unverzichtbare Visitenkarte, die auch in der Werbung stark eingesetzt wird STEIERMARK TOuRISMuS

Hoben die Marke aus der Taufe: Weinkogl, Holzer, Seitinger, Kaufmann und Ober (v.l.n.r.) KK

Vulkanlandschwein sehr beliebt

A

m 16. Oktober wurde die neue Regionalmarke

„Steirisches Vulkan- landschwein“ aus der Taufe gehoben. Nach einem Monat, in dem die SPAR-Kunden die fünf Frischfleischprodukte in Selbstbedienung sowie Haus- wurst, Selchbauch und Kar- reerenkerl kaufen konnten, zieht der Bereichsleiter von SPAR-TANN Siegfried Weinko- gl eine erste Bilanz: „Die Marke Steirisches Vulkanlandschwein kommt bei unseren Kunden sehr gut an. Dieses hochquali- tative Angebot aus der Region

Vulkanland- schwein kommt bei Kunden von SPAR, EUROSPAR und INTERSPAR sehr gut an.

FIRMENMITTEILuNG

ist ein weiterer Schritt in eine Zukunft, in der die Herkunft und regionale Verbundenheit mit dem Lebensmittel weiter an Bedeutung gewinnen.“ um das Vulkanlandschwein ins Re- gal zu bringen, arbeitet SPAR- TANN mit dem Fleischhof Ra- abtal, dem Verein Steirisches Vulkanland und 140 Landwir- ten, die alle AMA-Gütesiegel- zertifiziert sind, zusammen.

Stolz auf Regionalität Christoph Holzer, Geschäfts- führer von SPAR Steiermark und südliches Burgenland, ist stolz auf die neue Regional- marke: „Mit dieser großarti- gen Kooperation kann SPAR seinen Kunden neue hervorra- gende Produkte aus der Regi- on anbieten.“ Die Regionalität

schlägt sich dank kurzer Trans- portwege auch positiv auf die Ökobilanz nieder, wie der Ge- schäftsführer des Fleischhofes Raabtal, Johann Kaufmann erklärt: „Alle unsere Vertrags- bauernhöfe liegen im umkreis von 40 Kilometern. Es ist auch schön zu sehen, wie stolz die Landwirte darauf sind, ihr Pro- dukt mit der Marke Steirisches Vulkanlandschwein in den SPAR-Märkten zu sehen.

AMA Gütesiegel

„Wir von SPAR unterstützen solche Regionalprogramme im- mer gerne. Ich denke da zum Beispiel ans Murbodner Rind, Almochs oder Ennstal Lamm – Marken, die alle sehr erfolg- reich sind“, so Weinkogl. und weiter: „Seit Frühjahr 2013 bieten wir auch einzigartig in Österreich AMA-Gütesiegel- fleisch vom Weizer Berglamm an, das voll im Trend ernäh- rungsbewusster Konsumen- ten liegt und ein Renner ist.“

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Körnerhirse hat Zukunft im Trog

W

egen des Maiswurzel- bohrers und der sprunghaft gestiege- nen Futterkosten, braucht es Alternativen zu Mais in der Schweinefütterung. Als mög- liche Alternative zu Mais bie- tet Körnerhirse entscheidende Vorteile gegenüber anderen Kulturen wie Getreide oder Sojabohnen.

Beste Alternative Hirse bietet dem Maiswurzel- bohrer weder Nahrungs- noch Vermehrungsmöglichkeiten.

Aus pflanzenbaulicher Sicht zeichnet sich die Körnerhir- se durch eine hervorragende Stickstoff-Verwertung, aus- gezeichnete Trockenheitstole- ranz und einem sehr gerin- gen Transpirationskoeffizien- ten aus. Weiters ist eine sehr gute Standfestigkeit der Pflan- ze, verbunden mit einer siche- ren hohen Ertragsleistung un- ter geringsten pflanzenbauli- chen Kulturführungsmaßnah- men hervorzuheben. In der Literatur wird der Körnerhirse im Vergleich zum Körnermais ein etwas geringerer Gehalt an umsetzbarer Energie zu- geschrieben. Im Durchschnitt liegt der Rohproteingehalt um etwa 2,5 Prozent höher als bei Körnermais. Bei den essenti- ellen Aminosäuren ist der ge- ringere Lysingehalt hervorzu- heben. Dieser lässt sich aber

problemlos mit einer Lysin- ergänzung über die Mineral- stoffmischung oder über das Eiweißkonzentrat ausgleichen.

Literaturangaben zeigen auch ein für Lysin, Methionin und Threonin eine um etwa sechs Prozent schlechtere standardi- sierte ileale Verdaulichkeit der Körnerhirse gegenüber Kör- nermais. Daher ist bei der Auf- nahme von Körnerhirse in die Schweinemast rationen unbe- dingt eine Kalkulation auf Ba- sis von verdaulichen Amino- säuren durchzuführen, weil ansonsten die Aminosäuren- versorgung falsch einge- schätzt wird. Bezüglich der übrigen Nährstoffe muss mit einem geringeren Rohfettge- halt und Stärkegehalt gerech- net werden.

Nährstoffschwankungen Wie Analysen in den Ernte- jahren 2011 und 2012 in der Steiermark zeigten, kommt es zu starken Schwankungen im Nährstoffgehalt zwischen den Sorten und auch den Erntejah- ren. Generell muss, wie auch beim Mais, bei höheren Hek- tarerträgen mit einer Reduk- tion des Eiweißgehaltes und somit auch der Aminosäuren

gerechnet werden. Zur richti- gen Einschätzung sind daher individuelle Analysen zu emp- fehlen. Wird Mais durch Hirse in der Mastschweineration er- setzt, werden durchschnittlich 98 Prozent der Tageszunah- men und 97 Prozent der Fut- terverwertung einer Maisrati- on erreicht. Insgesamt zeigen wissenschaftliche Ergebnisse, dass bei einem Körnerhirseein- satz in der Höhe von 20 bis 40 Prozent keine Verschlechte- rungen in der Mastleistung zu beobachten waren.

Fütterungsversuch 2011 wurde ein erster Schwei- nemastversuch an der Land- wirtschaftlichen Fachschule Hatzendorf durchgeführt. Be- züglich der Tageszunahmen zeigte dieser Versuch mit 20 Prozent Körnerhirse gleich gu- te Ergebnisse wie die Kontroll- gruppe. Damals nahm aber die Hirsegruppe erheblich mehr Futter und Energie auf, weil die Fütterung der trockenen Hirse eine spätere mechanische Sät- tigung brachte, als die Aufnah- me von Ganzkornmaissilage.

Dies führte zu einer schlech- teren Futterverwertung, aber auch deutlich höheren Verfet-

VeRSucHSRATIONeN

Futtermittel

Mastabschnitt

31-73 kg Mastabschnitt 73-119 kg Kontrolle Versuch Kontrolle Versuch

Maisganzkornsilage, % 50,4 51,4 52,1 53,0

Körnermais, % 20,0 - 20,0 -

Körnerhirse, % - 20,0 - 20,0

Sojaextraktionsschrot 44, % 24,0 23,1 22,0 21,2

Pigfaser, % 2,5 2,0 3,0 2,5

Rapsöl, % - 0,4 - 0,4

Premix-Kontrolle, % 3,1 - 2,9 -

Premix-Versuch, % - 3,1 - 2,9

Aminosäurenmuster ist im Vergleich zu Mais jedoch anders, aber kein Problem.

tageszuwachs

1.000 950 900 850 800 750 700 650 600

in Gramm

31–73 kg 73–119 kg 31–119 kg Kontrollgruppe Hirsegruppe

981 892 933

968 933 948

FuTTeRVeRWeRTuNG

3,50 3,00 2,50 2,00 1,50 1,00 0,50 0,00

in Kilogramm

31–73 kg 73–119 kg 31–119 kg Kontrollgruppe Hirsegruppe

2,27 3,12 2,71

2,29 2,96 2,65

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Körnerhirse hat Zukunft im Trog

Diese Bilder von Körnerhirse auf Feld und als Futter werden den Steirern in Zukunft öfter begegnen, da sie in der Schwei- nemast eine wichtige Alternative

zu Mais ist LK

tung der Schlachtkörper und somit geringerem Magerflei- schanteil. Die enorm hohen Tageszunahmen mit über 900 Gramm und die hohe Futter- aufnahme haben überrascht.

Mit einer stärkeren Amino- säurenausstattung im Fut- ter hätte man der Gefahr der Verfettung eventuell vorbeu- gen können. Um die Einsatz- möglichkeit von 20 Prozent Hirse in der Schweinemastra- tion nochmals zu überprüfen, wurde in Hatzendorf 2012 ein weiterer Versuch durchge- führt. Um die unterschiedliche Futteraufnahme im neuen Ver- such zu verhindern, wurden 20 Prozent trockener Körner- mais gegen 20 Prozent Kör- nerhirse ausgetauscht.

Der Versuch im Detail Für den Versuch wurden 32 Ferkel (F1 Kreuzungstiere der Rasse Weißes Edelschwein x Pietrain) ausgewählt. Bei der Aufteilung auf die beiden Ver- suchsgruppen wurde auf eine gleichmäßige Verteilung von Geschlecht, Wurf und Ab- setzgewicht geachtet. Jeweils acht Tiere pro Box wurden in einem Warmstall mit Vollspal- tenboden gehalten und mit

mehligen Futtermischungen über Futterautomaten ad libi- tum versorgt. Die Mast wurde in zwei Phasen gegliedert. Die Mast begann mit rund 31 Kilo Lebendmasse und endete mit etwa 119 Kilo. Auf das End- mastfutter wurde bei 73 Kilo umgestellt. Der Versuch ver- lief ohne Ausfälle und gesund- heitliche Probleme. Dies be- stätigen auch die ausgezeich- neten Mastleistungsergebnis- se beider Gruppen. Der Tages- zuwachs der Hirsegruppe mit 948 Gramm über die gesam- te Mastperiode war fast iden- tisch mit der Kontrollgruppe mit 933 Gramm. Die Futter- aufnahme war für beide Grup- pen ebenfalls fast identisch.

Die Futterverwertung war in der Hirsegruppe mit 2,65 Ki- lo geringfügig besser als in der Kontrollgruppe mit 2,71 Kilo.

Der Magerfleischanteil lag bei der Hirsegruppe mit 61 Pro- zent etwas über jenem der Kontrollgruppe mit 60,7 Pro- zent. Durch den Einsatz von Körnerhirse wird die Fettqua- lität (Gehalt an Polyensäuren) im Vergleich zum Einsatz von Mais geringfügig reduziert und stellt somit kein Problem dar.

Wetscherek, Telser, Schmied

Die Schlussfolgerungen der Fütterungsversu- che von Körnerhirse an der Landwirtschaftli- chen Fachschule Hatzendorf:

uHirse ist als Alternative zu Mais in der Schweinmast geeignet.

uBei der Rationsgestaltung ist die Aminosäu- renversorgung mit Rücksicht auf Verdaulichkeit zu bewerten und an das tatsächliche Leistungs- niveau der Mastschweine anzupassen.

uBeim Einsatz von trockener Hirse ist wegen der höheren Energiedichte eventuell ein ratio- niertes Futterangebot in der Endmast sinnvoll.

uBezüglich des Polyensäurengehaltes sind im Vergleich zur Maisfütterung keine Probleme zu erwarten.

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Mutterkuhstall Betrieb Schönhart, St. Stefan ob Leoben

Die Details machen´s aus

Wie jedes Jahr steht auch heu- er wieder die Auswahl der Be- triebe, die wir näher vorstellen wollen, unter einem gemeinsa- men Motto. Waren es in den Jahren davor die Themen „Zu- kunft gestalten“ und „Inno- vationen“, die im Mittelpunkt standen, so wollen wir heuer den „Tierschutz“ als Gemein- samkeit hervorheben. Es gibt in unserem Bundesland, und das schon seit einigen Jahren, den Tierschutzpreis des Lan- des Steiermark, der sich zum Ziel setzt vorbildliche Ställe ei- ner breiteren Öffentlichkeit be- kannt zu machen. Deren Stal- lungen wollen wir hier näher er- klären. Aber genauso interes- sant sind auch die Beweggrün- de der Bauherrn, in solche Stäl- le zu investieren. Anhand dieser gelungenen Bauten kann man sehr gut aufzeigen, wie eine bessere Haltung der Nutztiere auch den Bäuerinnen und Bau- ern zugute kommen aber auch dem Konsumenten eine moder- ne, artgerechte Haltung positiv vermitteln. Dass dieser Spagat zwischen tierfreundlicher Auf- stallung, eventuell zusätzlichem Arbeitsaufwand und einem manchmal sehr romantischen Bild von Landwirtschaft in der Öffentlichkeit nicht immer ein- fach zu meistern ist, erfahren wir Bauberater täglich bei un- serer Arbeit. Die Kunst besteht dann darin, eine Balance zwi- schen den unterschiedlichen In- teressen zu finden und zu einem zufriedenstellenden Ergebnis zu kommen. Dieses Ziel wurde bei diesen Betrieben in hohem Ma- ße erreicht und das soll auch je- der wissen.

Walter Breininger Leiter Bauberatung Landeskammer

stallBau unD tierschutz

D

er alte Stall entsprach nicht den Anforderungen einer modernen Tierhaltung und war auch hinsichtlich Arbeits- und Zeitaufwand nicht mehr tragbar.

Kein Einzelfall, wie wir aus unserer Beratungstätigkeit wissen. Wie eine gelungene Lösung dieser Probleme aussehen kann, zeigt uns dieser Stall. Es wurde im alten Stall noch gut Funktionierendes weiterverwendet, weniger Gutes entfernt und adaptiert (Abkalbebereich) und ein neuer Stall für neue Anforderungen wurde angefügt. Aber der einreihige Liegeboxenstall mit Kälberschlupf und Schrapperent- mistung stellt noch keine Besonderheit dar. Interessant wird er erst durch die vielen praktischen Anbindungen an den Altbestand, sei es der Zusammenschluss des Ent- mistungssystems, die Verschränkung im Bereich des Fressplatzes oder die Verbin- dung der Strohbühne mit dem alten Bergeraum. Hier wurde kein Solitärbau auf die grüne Wiese gestellt, sondern Alt mit Neu sinnvoll ergänzt. Besonders hervorzuhe- ben ist der hohe Anteil an Tränken, die den rangniedrigen Tieren (beispielsweise wenn sie von der Weide kommen) zugute kommt und lange Wartezeiten erspart.

Sehenswert ist auch die Bauweise der Liegeboxen. Durch eine Aufhängevorrich- tung ist es gelungen, die Liegefläche frei von Stützen zu halten, was sowohl für mehr Liegekomfort sorgt, als auch die Betreuung des Liegebereichs erleichtert. Die Konstruktion in Rundholz ergänzt das gelungene Gesamtbild des Bauwerks.

Alt und Neu sind bei diesem Mutter- kuhstall harmonisch verbunden

BREININGER

Links außen:

eine von mehreren tränken am Laufgang.

Links:

Freitragende Liegeboxen ohne stören- de Steher im Liegebereich

Die tiergerechtesten Ställe des Jahres 2013

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Schweinemaststall Betrieb Kurzmann, Fernitz

Gemeinsamer Nenner

Die Bauberatung der Landwirt- schaftskammer Steiermark be- müht sich in hohem Maße die Anforderungen, die von vielen Seiten auf die Bauherren ein- wirken, zu erfüllen. Besonders in der Tierhaltung sind die Mei- nungen breit gestreut. Ob es die Wünsche und Vorstellun- gen der Bäuerinnen und Bau- ern sind, oder die gesetzlichen Vorgaben und förderrelevan- ten Zugangsbestimmungen, die Bauberatung der Kammer ver- sucht immer bauliche Lösungen zu finden, die eine größtmögli- che Zustimmung erreichen und auch beim Konsumenten auf Verständnis und Anerkennung trifft.

Einen hohen Stellenwert hat die firmenunabhängige und neut- rale Beratung und Planung, die auch einmal zur Empfehlung führen kann nicht zu bauen.

Ein großes Anliegen ist es uns, früh genug über alle baulichen Möglichkeiten zu informieren und auch bisher vielleicht we- niger Bekanntes in die Überle- gungen mit einzubinden. Zeit- druck durch zu spätes Handeln kann so verhindert werden. Ein gelungenes Projekt braucht Zeit sich zu entwickeln, um auch von allen im Betrieb daran Be- teiligten akzeptiert und mitge- tragen zu werden.

Walter Breininger

Mit Der KaMMer Bauen

B

ereits bei den ersten Überlegungen und Skizzen zum Bau eines neuen Maststalles für Schweine spielte folgende Fragestellung eine entscheidende Rolle: Wie kann man artgerechte

Schweinehaltung mit nicht zu hohen Stallplatzkosten und kritische Konsumenten auf einen Nenner bringen?

Die Lösung fand man in einem für die Tiere höchst abwechs- lungsreich gestalteten Stall, der aus drei Bereichen besteht: ei- nem geschlossenen, warmen Innenbereich mit Teilspalten- boden, einem Auslaufbereich, mit Spaltenboden ausgestat- tet und einem Bereich mit Stroh, der als Wühlareal genutzt wird und den Schweinen noch eine zusätzliche Attraktion bietet.

Besonders hervorzuheben ist aber der Umstand, dass ohne gesetz- liche Auflagen und Vorschriften dieses sehr tierfreundliche Hal- tungssystem gewählt wurde und man den Mut zu Neuem fand.

oben:

„warmer“

Innenbereich mit auto- matischer Fütterung und Tränken.

unten: im Vordergrund, überdachter Wühlbe- reich als zusätzliche Attraktion

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Nicht überdachter Auslauf mit Beschattung, unterhalb befindet sich das Güllelager BREININGER

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Die tiergerechtesten Ställe des Jahres 2013

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Milchviehstall Bertieb Loibner, Groß St. Florian

Moderne Stallarchitektur

Rindermaststall Betrieb Meinhart, Kumberg

Ein Stall für alle Fälle

I

m ersten, schnellen Hinschauen ist der Milchviehstall der Familie Loibner einer von vielen Liegeboxenlaufstallungen, die in den letzten Jahren errichtet wurden.

Aber beim näheren Betrachten fallen einem doch einige Bereiche besonders auf, die diesen Stall von den anderen unterscheidet. Es ist zunächst die besondere Großzügig- keit von Fläche und Raum, die den Kühen zur Verfügung gestellt wird und die Offenheit des Gebäudes, die kaum eine Trennung zwischen drinnen und draußen erkennen lässt.

Der zwischen „Stall“ und Güllelager errichtete Auslauf mit Raufe gibt den Tieren zusätz- lich noch einen weiteren Freibereich. Eine immer zugängliche Weide rundet das Angebot ab und stellt eine optimale Ergänzung des Laufstalls dar. Zwei Anmerkungen, die mit dem Tierschutz nicht unmittelbar zu tun haben, aber dieses Bauwerk besonders hervorheben:

Erstens ist es die gelungene, elegante und sehr schlanke Holzkonstruktion mit sehr flachem Dach, das sich gut ins Gesamthofbild einordnet und zweitens die trotz ihrer Größe unauffällig installierte Photovoltaikanlage auf dem Stalldach.

„Stall“ mit Auslauf und vieleckiger, fast runder Güllegrube

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Gelungen installierte photovol- taikanlage mit 65 kWp

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Großzügige

„freie“

Liegefläche für Groß und Klein

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Die tiergerechtesten Ställe des Jahres 2013

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Rindermaststall Betrieb Leitner, Frohnleiten

Buntere Möglichkeiten

Rindermaststall Betrieb Meinhart, Kumberg

Ein Stall für alle Fälle

F

ast jeder andere hätte für den Rindermaststall einen Vollspaltenboden gewählt, nicht aber die Familie Leitner. Denn der neu errichtete Rindermaststall für 64 Tiere präsentiert sich in einer Art und Weise, wie man es in diesem Betriebszweig noch kaum gesehen hat. Der offene Liegeboxenstall mit Schrapperentmistung zeigt auf, dass auch in der Mast neue Wege eingeschlagen werden können. Beträgt die Fläche in der Vollspaltenbucht drei Quadratmeter pro Tier, so stehen in diesem Stall jedem Stier über acht Quadratmeter zur Verfügung. Um den Rindern auch einen Freibereich anbieten zu können, wurde an der Längsseite ein planbefestigter Auslauf errichtet, der somit das Flächenangebot noch zusätzlich vergrößert. Durch eine statisch elegante Holzkonstrukti- on und einer Teilung in zwei Gebäude wird dem Neubau ein sehr modernes Äußeres gegeben, das sich erfreulich von den sonst üblichen Stallbauten hervorhebt. Der Familie Leitner ist zu ihrem Stallgebäude und zur Wahl der Aufstallung ihrer Mastrinder zu gratulieren. Es ist zu wünschen, dass über solche Alternativen mehr nachgedacht wird.

D

ie gewünschten Anforderungen, die die Familie Meinhart an den Stall stellten und ihnen sehr wichtig waren, waren folgende: Der Stall soll eine hohe Flexibilität in der Verwen- dung aufweisen und einfach in der Adaption an neue Gegebenheiten sein.

Hört sich einfach an, ist aber zuweilen schwierig umzusetzen. Hier ein Ergebnis, das sich aber sehen lassen kann und schon mehrmals Nachahmer gefunden hat. Der als Zwei-Flächenbucht gestaltete Rinderstall, bestehend aus planbefestig- tem Fressplatz mit Schrapperentmistung und eingestreutem Tieflaufbereich (trotz erhöhtem Strohaufwand und auch etwas mehr Arbeit, hoch geschätzt) wurde in den letzten Jahren auch schon mehrmals für unterschiedlichste Nutzungen verwen- det: so wie ursprünglich geplant als Maststall, dann teilweise als Mutterkuh- stall, für die Kalbinnenaufzucht, für Trockensteher und für die Kälberaufzucht.

Von Vorteil stellte sich die Aufteilung in gleich große Einheiten sowie die Wahl einer freien, eingestreuten Liegefläche heraus. Da es auf vielen Betrieben oftmals nicht klar ist, wie sich die

nächsten Jahre entwickeln, dringend aber Lösungen gefunden werden müssen, sind Stallsysteme, die noch viel Spielraum für Veränderungen frei lassen, zu bevorzugen.

Viel Platz, Licht und Luft ist auch im Rinder-

maststall erwünscht

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Die tiergerechtesten Ställe des Jahres 2013

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Grundfutter: Qualität oft kri tisch

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FIRMENMITTEILuNG

V

iele Grünlandbestände vom ersten Aufwuchs konnten wegen der hohen Niederschläge nicht rechtzeitig geerntet werden.

Beim ersten Aufwuchs führte der späte Schnittzeitpunkt, bei den Folgeaufwüchsen die trockenheitsbedingte Notreife, zu einer frühen Lignifizierung (Verholzung) des Futters. Die Folge ist eine geringe Verdau- lichkeit und damit verbunden eine niedrige Grundfutterleis- tung. Die jährliche Grundfut- teruntersuchung der Arbeits- kreis-Milchbetriebe hat dies deutlich aufgezeigt. Die schwierigen Erntebedingun- gen hatten auch starke Futter- verschmutzungen zur Folge.

Grassilagen vom ersten Auf- wuchs haben im Mittel über 100 Gramm Asche. In Kombi- nation mit niedrigeren Zucker- konzentrationen im Futter kam es häufig zu Fehlgärungen mit hohen Buttersäuregehalten.

Darunter litt die Lagerstabili- tät, Futterstockerwärmungen und Schimmelbildungen tre- ten häufiger auf.

Heu mit wenig Rohprotein Bei Heubetrieben ohne leis- tungsstarke Trocknungsanla- ge verzögerte sich die Ernte über Wochen. Die Gefahr von Verpilzungen am Futterstock war besonders groß. Die Heu- qualitäten schwanken des- halb stark. Auffällig sind die

geringen Rohprotein- und ho- hen Rohfasergehalte. So hat- te rund ein Drittel der unter- suchten Proben vom ersten Aufwuchs weniger als zehn Prozent Rohprotein in der Tro- ckenmasse.

Silomais fehlt Stärke Bedingt durch die Trockenheit und die zum Teil fehlende Kol- benbildung hat Silomais einen sehr niedrigen Stärkegehalt, somit wenig Energie und ho- he Rohfasergehalte. Abge- storbene Pflanzenteile haben am Feld und im Silo zu Verpil- zungen geführt. Futterstock- erwärmungen können die Fol- ge sein. Damit die Leistung der Rinder nicht zu stark ab-

Sehr feuchtes Frühjahr und die anschließende Trockenheit führten nicht nur zu großen Ertragseinbußen, auch die

Grundfutterqualität hat stark gelitten.

Ing. Johannes Höller

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Grundfutter: Qualität oft kri tisch

fällt beziehungsweise die Tier- gesundheit leidet, sind einige Maßnahmen zu ergreifen.

Was jetzt zu tun ist

uWegen der heuer geringe- ren Energiekonzentration im Grundfutter brauchen vor al- lem hochleistende Tiere mehr Kraftfutter. Nachdem Grund- futter knapp, teuer und die Qualität teils mangelhaft ist, macht es Sinn Kraftfutter ver- stärkt und gezielt einzuset- zen. Die Energiekonzentrati- on im Grundfutter ist heuer im Durchschnitt um 0,3 MJ NEL geringer. Daraus ergibt sich unter Berücksichtigung der Futteraufnahme ein zu- sätzlicher Bedarf von 1,5 Kilo Kraftfutter je Kuh und Tag für die gleiche Milchleistung. Pan- senschonende Kraftfuttermit- tel wie Trockenschnitzel und Körnermais sind zu bevorzu- gen. Wird Stroh zur Streckung des Grundfutters verwendet, muss auf jeden Fall die Kraft- futtermenge erhöht werden.

0,4 Kilo Stroh und 0,6 Ki- lo Kraftfutter mit 15 Prozent Rohprotein ersetzen rund ein Kilogramm Heu in der Ration.

uAuf eine ausreichende Ei- weißversorgung ist besonders bei Rationen mit hohen Silo- mais- oder Heuanteilen zu ach- ten. Stroh enthält nur drei bis vier Prozent Rohprotein. Auch bei Tieren mit geringem Leis- tungsniveau, wie Kalbinnen und Trockensteher, ist deshalb bei strohreichen Rationen eine zusätzliche Eiweiß-Ergänzung mit Kraftfutter notwendig. Bei laktierenden Kühen dient der Milchharnstoffgehalt zur Kon- trolle der Eiweißversorgung.

Bei einer ausreichenden Ver- sorgung mit Eiweiß liegt die- ser bei 20 bis 25 Milligramm je Deziliter.

uHohe Eisengehalte im Grundfutter, bedingt durch die Rohasche, können zu ei-

ner schlechteren Verwertung von Spurenelementen führen.

Deshalb ist eine ausreichen- de Versorgung mit Mineral- futter wichtig. Bei Grünland- rationen benötigen Kühe rund 50 bis 70 Gramm Mineralfut- ter zur Ergänzung. Bei Leistun- gen über 15 Kilogramm Milch ist eine zusätzliche Ergänzung mit dem Kraftfutter notwen- dig. Bei höheren Kraftfutter- mengen können puffernde Substanzen wie Natriumbikar- bonat oder Mineralfutter mit Lebendhefe Pansenübersäue- rungen vorbeugen.

uDie Betakarotin-Versorgung ist bei geringer Grundfutter- qualität beziehungsweise bei hohem Silomais- und Strohan- teilen ein Problem. Eine Ergän- zung von Betakarotin bei Kü- hen in der gesamten Trocken- stehzeit von 200 bis 300 Mil- ligramm je Tag kann die Ver- sorgung sicherstellen. In Pha- sen mit mangelhafter Grund- futterhygiene empfiehlt sich Mineralfutter mit höherem Vi- tamin E Gehalt.

uMischwagenbetriebe kön- nen durch Zusatz von Futter- säuren die Stabilität des Fut- ters verbessern. Dabei wird je nach Trockenmassegehalt der Ration ein bis drei Liter Säure je Tonne Futter zugesetzt.

uDamit Kühe zu Laktations- beginn kein zu großes Energie- defizit bekommen und an Ke- tose erkranken, ist der Einsatz von glukoplastischen Subs- tanzen wie Natriumpropionat, Propylenglykol oder Glycerin

Heuer gibt es nicht nur weniger Grundfutter, es enthält auch weniger energie PHILIPP

NäHRSTOFFGeHALTe GRASSILAGe AK MILcH 2013

Rohprotein g/kg TM rohfaser g/kg TM Lignin g/kg TM rohasche g/kg TM energie MJ Nel/kg TM Buttersäure g/kg TM

Durchschnitt 145 272 57 107 5,95 13

Minimum 87 206 35 64 4,94 0

Maximum 207 335 80 199 6,63 58

NäHRSTOFFGeHALTe Heu AK MILcH 2013

Rohprotein g/kg TM rohfaser g/kg TM Lignin g/kg TM rohasche g/kg TM energie MJ Nel/kg TM zucker g/kg TM

Durchschnitt 112 288 63 83 5,60 121

Minimum 74 256 49 62 4,86 89

Maximum 161 336 77 113 6,30 136

sinnvoll. Die Dosierung kurz vor der Abkalbung beträgt 150 Milligramm je Kuh und Tag und kann nach der Abkal- bung auf 250 Milligramm er- höht werden. Leistungsstar- ke Betriebe können auch ge- schütztes Fett zur Verbesse- rung der Energieversorgung von täglich 0,2 bis 0,5 Kilo-

gramm einsetzen. Karl Wurm Geringe Grundfutterqualität WuRM

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D

er Rindfleischver- brauch sinkt leicht und lag im Jahr 2012 bei 18,2 Kilo pro Person. Für den Konsumenten ist entschei- dend, wie das Rindfleisch schmeckt. Als Erzeuger müs- sen wir uns danach ausrich- ten. Genetik und Fütterung bestimmen die Grundqualität von Rindfleisch. Umweltein- flüsse, wie Haltungsbedingun- gen und Stress beim Verladen und Transport können massi- ve Auswirkungen auf die Fleischqualität haben oder es sogar völlig unbrauchbar ma- chen.

Qualität beim Konsumenten Rindfleisch muss zart, saf- tig und geschmackvoll sein.

Durch die kleineren Haus- haltsgrößen und die geänder- ten Kochgewohnheiten ist der Außer-Haus-Verzehr auf über 50 Prozent gestiegen. Für ei- nen Ein- oder Zweipersonen- haushalt ist das Zubereiten eines Rindsbratens praktisch unmöglich; hier eignen sich Steaks besser. Der Handel reagiert auf diese Änderun- gen damit, dass zunehmend Steaks in Einzelverpackungen angeboten werden. Der opti- male Schlachtzeitpunkt beein- flusst stark die Fleischqualität und liegt vor dem Abschluss des Wachstums der Knochen (Rahmen) und der Muskel (sie- he Grafik). Erst wenn das Fett- gewebe aufgebaut ist, sollten Rinder geschlachtet werden.

Besondere Fleischqualität Spezielle Fleischrassen haben günstigere Textureigenschaf- ten (Muskel- und Bindege- webe) und einige Rassen wie beispielsweise die Murbodner haben eine besonders güns- tige Textur, was sich in einer hervorragenden Qualität wi- derspiegelt. Im Rahmen des Murbodner-Programmes ist es gelungen, diese besondere Qualität zu erzeugen und mit

Rindfleischqualität steigern

Spar als Partner zu vermark- ten. Über alle Rassen hinweg kommt die beste Grundquali- tät von der Kalbin, dann folgt die Jungkuh (ein Kalb), der Ochse und schließlich der Jungstier.

Erst in den letzten Monaten gibt es einige Bestrebungen, Kalbinnenfleisch besonders zu vermarkten (Almo-Verein über Schirnhofer oder Merkur). Die Kalbin muss speziell gemästet werden, weil sie sehr früh ver- fettet. Auch hier können wir von England oder Nordame- rika lernen – Kalbinnen müs-

sen mit niedrigeren Lebend- gewichten (etwa 550 Kilo) ge- schlachtet werden.

Stress vermeiden Rinder müssen ruhig und ohne Stress verladen werden kön- nen. Treibgänge und Verlade- rampen sind für Laufstall- und Weidetiere unbedingt notwen- dig und sie sollten auf keinem Betrieb fehlen. Die Wartezeit am Schlachthof ist ebenfalls ein wichtiges Kriterium, wobei hier die Expertenmeinung ist, dass die Rinder so rasch wie möglich geschlachtet werden uRasse und Kategorie beziehungs-

weise das Geschlecht

uBehandlung der Tiere vor der Schlachtung (Stress)

uKocheigenschaften (Wasserver- lust, Koch-, Brat-, Grilldauer)

uReifung in Hälften oder Vakuum

uFetteinlagerung

uTeilstück

uAlter bei der Schlachtung

FAKTOReN DeR QuALITäT

Für Konsumenten zählt der Geschmack.

Erzeuger müssen sich danach ausrichten.

Weide wird wichtiger GRABNER

optiMaler schlachtzeitpunKt

Optimaler Schlachtzeitpunkt liegt deutlich vor dem Abschluss des Wachstums

juventil adult

Lebendmasse

Knochenwachstum Muskelwachstum Fettwachstum optimaler Schlachtzeitpunkt Die Genetik spielt eine wichtige Rolle bei der Fleischqualität GRABNER

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Rindfleischqualität steigern

sollen. Die Kühlung erfolgt un- mittelbar nach der Schlach- tung und passiert sehr schnell – innerhalb von zwei Tagen geht die Kerntemperatur auf unter sieben Grad. Danach setzt die eigentliche Reifung ein. Dabei gilt ein Prinzip: Je älter das Rind, desto länger muss das Fleisch reifen. Als Grundregel für über zwölf Mo- nate alte Rinder gilt die Frist von 14 Tagen. Ein Almoch- se mit etwa 24 Monaten soll- te schon etwa 20 Tage reifen.

Konsumenten können Rind- fleisch vakuumverpackt kau- fen und im Kühlschrank reifen lassen. Die Reifung im Vaku- um hat sich bewährt.

Schlachtkörperbeurteilung In Australien oder Amerika hat die intra- und intermuskuläre Fetteinlagerung eine wesent- lich höhere Bedeutung als bei uns. Gemessen wird der Fett- anteil in der Beiried – das Fett gibt die Qualitätsklasse an und bestimmt den Preis. Bei uns werden die Muskelfülle (Fleischklasse) und die Fett- auflage eingestuft. Die Fett- einlagerung im Muskel und die Feinsfasrigkeit werden nicht beurteilt.

Welt setzt auf Spezialisten Während in Österreich die Rasse Fleckvieh als Zweinut- zungsrasse dominiert und ei- nen Rassenanteil von knapp 80 Prozent aufweist, domi- nieren in anderen Ländern die Fleischrassen und die ge- kreuzten Mutterkühe. In Ös- terreich befürchten die Mast- betriebe, dass die Mast- und Schlachtkörperqualität bei Fleckvieh sinkt und damit die Mast unwirtschaftlicher wird.

Der Ausweg kann darin beste- hen, dass mehr Absetzer aus der Mutterkuhhaltung, die mit speziellen Fleischrassen ge- kreuzt sind, in die Mastbetrie- be gehen. In Schottland sind etwa 60 Prozent der Kälber

gekreuzt und Schottland för- dert diese Kreuzungen (über 75 Prozent Fleischrassean- teil) mit 80 Euro pro Kalb seit 2009.

Rindfleisch aus Gras Der Trend „Rindfleisch aus Gras“ zu erzeugen wird im- mer stärker, weil die Weltbe- völkerung steigt und Ernäh- rung der Menschheit eine im- mer größere Herausforderung wird. „Rindfleisch aus Gras“

ist nachhaltig und gut, es wer- den damit Kulturflächen ge- schaffen, erhalten und Gras über die Weide liefert ein sehr günstiges Grundfutter. Diese Produktionsart hat den Vor- teil, dass dieses Rindfleisch einen höheren Gehalt an un- gesättigten Fettsäuren auf- weist, was für die Ernährung des Menschen sehr wichtig ist. Besondere Programme, wie etwa Styria Beef als Bio- Jungrinderprogramm oder Al- mo für die Almochsen setzen auf die Weidehaltung und ei- nen hohen Anteil an Heu be- ziehungsweise Grassilage. Der Kraftfuttereinsatz wird auf ein Minimum reduziert.

Sonderfall Kalbfleisch Kalbfleisch liefert bekömmli- ches und bestes Diätfleisch und war früher in allen Haus- halten Österreichs willkom- men. Heute ist der Einsatz begrenzt, Geflügelfleisch hat sehr oft die Rolle von Kalb- fleisch übernommen. Aber auch aus den Bauernstallun- gen ist das Mastkalb fast ver- schwunden. Kalbfleisch kann mit Vollmilch beziehungswei- se mit angereicherter Voll- milch oder mit Sauermilch er- zeugt werden. Meist wird das Kalb mit Milchaustauscher ge- mästet, weil dabei die Nähr- stoffkonzentration sehr gut angepasst werden kann. Zu- sätzlich müssen die Kälber ab der zweiten Lebenswoche Raufutter angeboten bekom-

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ge angeboten, färbt sich das Kalbfleisch dunkel, was vom Handel leider nicht akzeptiert wird. Es wäre auch im Sinne der artgerechten Fütterung der Kälber sinnvoll, wenn das Kalbfleisch zumindest rosa sein könnte. Hier muss beim Kunden erst noch Bewusst- sein geschaffen werden.

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Kreuzung- stiere aus einer Fleck- viehherde in Schottland

GRABNER

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Molkereien fühlen sich gut gerüstet

Johann pretterhofer Vorstandsmitglied Berglandmilch

K

äse ist ein Exportschla- ger. Wie erklärt sich das Berglandmilch als größte heimische Molkerei?

Johann Pretterhofer: Käse liegt im Trend und die Viel- falt ist so groß, das vom Ge- schmack her für jeden etwas dabei ist. Zudem ist Käse halt- bar und dadurch auch in ande- re Länder lieferbar.

Mit welcher Milch-Liefer- steigerung rechnen Sie?

Pretterhofer: Mit zwei bis drei Prozent jährlich, was 25 bis 37 Millionen Kilo entspre- chen würde. Wir investieren laufend in unsere zwölf regio- nalen Standorte. In Voitsberg haben wir ein Grundstück ge- kauft, um gegebenenfalls ver- größern zu können.

Die Berglandmilch ist eine große Genossenschaft. Was sind die Vorteile daran?

Pretterhofer: Von uns gibt es ein klares Bekenntnis zur Ver- edelung vor Ort, in den Regio- nen. Alle Entscheidungsträger sind Bauern – vom Vorstand bis zu den Delegierten der Ge- neralversammlung.

Wie hat sich die Dürre auf die Anlieferung ausgewirkt?

Pretterhofer: In der Süd- und Oststeiermark stärker als in anderen Regionen Öster- reichs. Die Anlieferung war zwischenzeitlich rund zwei Prozent geringer. Mittlerwei- le sind wir schon wieder über dem Vorjahresniveau.

Sie bringen laufend neue

Die Walf-Tochter Heila wurde Grand Champion. Sie stammt, wie viele weitere Top-Kühe in Kroatien, aus Österreich

Österreicherin triumphiert in Kroatien

A

uf der bedeutendsten Agrarmesse Kroatiens in Bjelovar wurde die Nationalschau der Rassen Fleckvieh und Holstein ausge- tragen. Reinhard Pfleger von der Rinderzucht Steiermark wurde vom kroatischen Ver- band als Preisrichter geladen.

Aus einem Schaukontingent von über 70 Tieren konnte sich die aus Österreich impor- tierte Walf-Tochter Heila als Grand Champion durchsetzen.

Fleckvieh stellt in Kroatien mit 64 Prozent aller Tiere den do- minanten Rassenblock. Ak-

tuell stehen knapp die Hälfte der Fleckviehkühe unter Leis- tungsprüfung und erreichten im abgelaufenen Jahr einen Leistungsdurchschnitt von knapp über 5.000 Kilo Milch.

Die aktive Zuchtpopulation be- trägt 42.000 Herdebuchkühe.

Die kroatische Fleckviehzucht ist geprägt von kleinen Struk- turen. So haben fast ein Drit- tel aller Zuchtherden weniger als fünf Kühe.

Aus dem Leistungsbericht von 2012 ist zu entnehmen, dass die leistungsstärkste Fleck- viehkuh Kroatiens, die Romsel

Berglandmilch und Obersteirische Molkerei erweitern ihre Kapazitäten und sind auch zuversichtlich die veredelte Milch am Markt unterzubringen.

Produkte auf den Markt. Wel- che haben sich etabliert?

Pretterhofer: Mit Topfenno- ckerl, Mozzarella, Quargel und den Schärdinger Träumen sind wir sehr zufrieden. Gewalti- ge Nachfrage gibt es an auf- geschnittenem Käse. Wir ha- ben unser Aufschnittwerk sogar im heurigen Jahr ver- größert. Beliebt ist auch die neue Jogurella-Fruchtlinie im Sechserpack. Ganz neu sind der Schärdinger Ofentaler und der geschmackige Weichkäse Contessa Paola.

Was sagen Sie zum Start Ihrer neuen Werbelinie „Schä- dinand“?

Pretterhofer: Wir bekommen positives Echo. Die Marke Schärdinger und der beste Ge- schmack werden stärker her- vorgehoben.

Wie geht es der Stainzer- Käselinie?

Pretterhofer: Für die Liebhaber der Marke Stainzer ergänzt sie die Palette. Es ist ein regiona- les Produkt der Steiermark. RM

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Molkereien fühlen sich gut gerüstet

Fritz Gruber Obmann Oberstei- rische Molkerei

I

m Einzugsgebiet der Obersteirischen Mol- kerei (OM) war die Dürre besonders schlimm.

Wie wirkt sich das auf die An- lieferung aus?

Fritz Gruber: Sie liegt 3,8 bis vier Prozent unter dem Vor- jahr, wobei interessant ist, dass bei Heumilch der Rück- gang weniger stark ist.

Sie sind ja optimistisch die zehn bis 15 Prozent Mehranlie- ferung mit der Sie nach Quo- tenende rechnen am Markt unterzubringen. Warum?

Gruber: Da sind die internatio- nalen Märkte von Vorteil. Aldi zum Beispiel hat unseren Kä- se nicht in allen seinen Nieder- lassungen im Regal. Wir reden hier von 1.500 Tonnen Käse bei einer um 15 Prozent höhe- ren Anlieferung. Unsere Ver- käufer sagen mir, wenn die Qualität weiterhin passt, kön- nen wir das verkaufen.

Worin liegen die Vorteile Mitglied der Obersteirischen Molkerei zu sein?

championkuh Heila mit der Spitze der kroatischen Fleckvieh- zucht

Die Walf-Tochter Heila wurde Grand Champion. Sie stammt, wie viele weitere Top-Kühe in Kroatien, aus Österreich

Österreicherin triumphiert in Kroatien

Tochter Bebsi mit einer drit- ten Laktation von 11.573 Kilo Milch ist. Sie wurde von Nor- bert Narnhofer aus Miesen- bach gezüchtet und als Zucht- kalbin von der Rinderzucht Steiermark nach Kroatien ex- portiert.

Österreichische Genetik prägt Die Pedigrees der Ausstel- lungstiere waren geprägt von Vätern der österreichischen Fleckviehzucht wie GS Rau, Ress und Rumba. Der Grand Champion Heila stammt aus dem oberösterreichischen

Zuchtgebiet und wurde von ihrem Besitzer Ivan Curdija importiert. Als Abschluss der Schau zeichnete Pfleger den Vorsitzenden des kroatischen Verbands Igor Michaljevic mit der Glocke der Agöf sowie das Beratungsteam rund um Josip Crncic mit einem Präsent der österreichischen Fleckvieh- zucht aus. Es ist zu hoffen, dass die Erfolge österreichi- scher Genetik auf der Natio- nalschau ein guter Nährboden für die weitere Zusammenar- beit mit der kroatischen Fleck- viehzucht ist. Reinhard Pfleger

Gruber: Die Bauern haben ei- ne eigene Verarbeitung mit hoher Qualität und sind nicht den Spotmärkten ausgeliefert.

Wir sind zudem der Meinung, die gesamte angelieferte Milch ist zu übernehmen. Es ist nicht unsere Aufgabe als Verarbei- ter die Entwicklung der Betrie- be zu steuern.

Wie ist die Auslastung des neuen Verpackungswerkes in Spielberg und wann wird die Roboter-Käsereifung in Betrieb gehen?

Gruber: Wir fahren derzeit im Dreischichtbetrieb, also gute Auslastung. Die Käsereifung soll nach Plan im März 2014 starten. Dort wird dann sämt- licher Käse der OM gereift und

eventuell auch Reifung als Dienstleistung angeboten.

Als nächsten Schritt wollen Sie ja auch den Hauptstandort Knittelfeld erneuern?

Gruber: Ja. Die internen Bera- tungen dazu laufen schon. Vo- raussichtlich beginnt die kon- krete Planung im Frühjahr.

Wie geht es mit „Zurück zum Ursprung“ weiter?

Gruber: Es ist ein sehr erfolg- reiches Projekt, das wir un- bedingt weiterführen wollen.

Auf der einen Seite gibt es das Bemühen die Siloverzichtsprä- mie zu erhalten, sonst steht Heumilch generell unter kei- nem guten Stern. Auf der an- deren Seite führen wir Gesprä- che mit dem Handel, um die Erzeugerpreise zu heben. RM

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