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Mais

Die Maisernte 2012 war um 10 Prozent geringer als im Rekordjahr 2011. Ökonomisch betrachtet war dieses Jahr aufgrund der hohen Maispreise jedoch ein Spitzenjahr, weil Trockenheit im Osten Europas zu sehr hohen Getreide- und Maispreisen führte.

Die Qualität des Maises war ebenfalls sehr gut. Bei den Untersuchungen des KOFU-MA-Projektes der AGES mit den Ländern wurde im Durchschnitt der Maissorten weni-ger als 500 µg DON/Kilogramm Futter festgestellt. Nur das Jahr 2011 erzielte noch niedrigere Werte mit 200 µg DON/Kilogramm.

Größerflächige Verwüstungen durch Wildschweine werden zunehmend zum Problem.

Getreide

Bei den Getreideerträgen kann das Jahr 2012 als absolutes Topjahr bezeichnet werden.

Trotz Trockenheit und Frost im Frühjahr konnten die danach folgenden Niederschläge, insbesondere während der Schossphase, die Erträge in Bereiche von 9 bis 11 Tonnen je Hektar bringen.

Die Arbeiten des Ackerbaureferates im Jahr 2012 konzentrierten sich auf Vorträge zu den Themen Mais, Getreide und Alternativen, sowie das Abhalten von landwirtschaft-lichen Meisterkursen und die Veranstaltung von Flurbegehungen zu den wichtigsten landwirtschaftlichen Kulturen, nämlich Mais, Getreide, Soja und Raps. Daneben wur-den viele Artikel zu ackerbaulichen Themen verfasst.

Ölkürbisanbau

Laut MFA betrug die Anbaufläche in der Steiermark rund 11.960 Hektar. Gegenüber dem Vorjahr ist damit die Anbaufläche um rund 1.990 Hektar gefallen. In den übrigen g.g.A.- Gebieten kam es ebenfalls zu einem Rückgang der Anbauflächen. Resultierend daraus ergibt sich eine Reduzierung der Anbaufläche um rund 12 Prozent auf 22.918 Hektar. Der durchschnittliche Ernteertrag in der Steiermark lag bei rund 610 Kilogramm/

Hektar. Im Burgenland und in Niederösterreich lag der durchschnittliche Ernteertrag bei rund 500 Kilogramm/Hektar. Das Preisniveau bei Steirischen Kürbiskernen g.g.A. für Vertragsware bewegte sich zwischen 3,50 und 3,80 Euro/Kilogramm. Das Preisniveau für Nichtvertragsware lag zwischen 3,20 und Euro 3,60 Euro und hing von der Qualität der Rohware ab. Die Läger sind allerdings noch gut gefüllt.

Die Nachfrage ist weiterhin steigend und basiert einerseits auf den Trend zu hochwer-tigen und regionalen Lebensmitteln, andererseits auf den Aktivitäten der Gemeinschaft Steirisches Kürbiskernöl g.g.A. in Kooperation mit der LK Steiermark in punkto Her-kunftssicherung und Marketing/Öffentlichkeitsarbeit. Zahlreiche Messeteilnahmen, die Landesprämierung und Inserate sowie Artikel in Fachzeitungen tragen entsprechende Früchte. Bedingt durch die Stabilität der Rohwarenpreise ist es am Markt auch zu einer Stabilität des Ölpreises, speziell im Lebensmittelhandel, gekommen. Die Verkaufsprei-se betragen hier derzeit maximal 19,90 Euro pro Liter Steirisches Kürbiskernöl. Einzelne Aktionen werden immer wieder durchgeführt und sind von kurzer Dauer.

Seitens des Projektes „Höherqualifizierung Steirisches Kürbiskernöl g.g.A.“ wurden auch wieder Gruppen- und Informationsveranstaltungen durchgeführt. Hier sind vor allem die Kürbisbautage (rund 1.200 Besucher), die Bewertung und Prämierung der besten steirischen Kürbiskernöle 2012 mit 434 Teilnehmern sowie die entsprechenden Sensorikschulungen anzuführen. Die Auszeichnung von 373 Betrieben zeugt auch von der hohen Qualität in diesem Produktbereich. Diese beiden Rekordergebnisse zeigen klar auf, dass die Steigerung der Teilnehmerzahl nicht auf Kosten der Produktqualität gehen muss.

Das 7. Kürbiskernöl-Championat in der Landesberufsschule für Tourismus in Bad Glei-chenberg am 20. September 2012 war wieder ein voller Erfolg. Stargast Eckart

Wit-Der durchschnittliche Kürbiskernernteertrag in der Steiermark lag bei rund 610 Kilogramm/Hektar.

Arbeitskreis Ackerbau

Derzeit werden in der Steiermark sieben Arbeitskreise, wovon zwei der Biolandwirt-schaft zuzuordnen sind, betreut. Die steirischen Arbeitskreisbetriebe sind vorwiegend kombinierte Ackerbau- und Viehhaltungsbetriebe. Die betriebsindividuelle Beratung deckt vor allem die Bereiche Düngung, Kostenkalkulation und Protokollierung für allfäl-lige Betriebsprüfungen ab. Eine der wichtigsten Tätigkeiten im Arbeitskreisjahr ist die Planung und Abhaltung von Flurbegehungen (Gruppenberatungen). Diese wird in den Schwerpunktbereichen Ölkürbis, Getreide, Mais und Alternativen angeboten. Hier wer-den sehr praxisbezogen Schwerpunktfragen des Pflanzenschutzes, der Düngung und der Produktionstechnik behandelt. Des weiteren werden an verschiedenen Standorten auf Arbeitskreisbetrieben Sorten- und Pflanzenschutzversuche zum Ölkürbis angelegt und ausgewertet. Die Ergebnisse der Versuche werden im Rahmen von Arbeitskreis-veranstaltungen, Kürbisbautagen und diversen Fachartikeln präsentiert.

Durch ein regelmäßiges Beratungsservice an die Mitgliedsbetriebe, welches via E-Mail bzw. Fax erfolgt, kann in kürzester Zeit auf aktuelle Erfordernisse in der Bestandes-führung eingegangen werden. Über Beratungssysteme, welche sowohl die Produk-tionsschritte im Ackerbau als auch die betriebswirtschaftlichen Kennzahlen detailliert analysieren, ist es möglich, genaue Beratungen anzubieten. Die praxisbezogene Ver-suchstätigkeit, welche auf Arbeitskreisbetrieben durchgeführt wird, liefert wesentliche Basisinformationen zur weiterführenden Beratungstätigkeit. Letztendlich gilt es, die betriebswirtschaftlichen und produktionstechnischen Aspekte des Pflanzenbaus am Einzelbetrieb zu optimieren. Für die Arbeitskreisberatung heißt das, die Versuchsarbeit und Beratungsleistung weiter auszubauen sowie das fachliche Angebot für alle Betrie-be zeitgemäß und Betrie-betriebsindividuell zu erweitern.

Bildungsprojekt Steirisches Kürbiskernöl

Neben den Bemühungen um die geschützte Herkunft des Steirischen Kürbiskernöls in Europa wurde parallel dazu eine Qualitätsoffensive für dieses einzigartige Produkt gestartet. Nur eine klar definierte Qualität, die sich vom Anbau, der Ernte und Lagerung bis hin zur Pressung in den gewerblichen Ölmühlen erstreckt, kann ein Top-Produkt für den europäischen Markt hervorbringen. Ziel des Projekts ist unter anderem die Quali-tätssteigerung und -sicherung sowie die Weiterentwicklung der regionalspezifischen Verarbeitung und Vermarktung von steirischem Kürbiskernöl und Kürbiskernen.

Zum jetzigen Zeitpunkt werden 411 Projektmitglieder betreut. Dies bedeutet eine Bran-chenabdeckung seit Projektbeginn von 39,4 Prozent.

Die großen Herausforderungen der Beratung liegen nach wie vor in den folgenden The-menbereichen:

n Ernte

nQualitätsmanagement Bauernhof nchemische Analytik

nNährwertanalyse und Nährwertkennzeichnung nSensorik von Steirischem Kürbiskernöl

nsensorischen bzw. ernährungsphysiologische Betrachtung von Kürbiskernen ver-schiedener Ölkürbissorten

Als Höhepunkt der Qualitätsoffensive für das Steirische Kürbiskernöl wird die Landesprämierung der besten Öle in der Steiermark durchgeführt.

In Normaljahren ernten die 14 steirischen Hopfenbauern auf 85 Hektar im Schnitt 140 Tonnen. Leutschacher Hopfen wird für die

Premiummarke „Reininghaus Jahrgangspils“ verwendet.

In der Arbeitsgruppe Sensorik werden Betriebsführer zu professionellen Verkostern ausgebildet, die in der Lage sind, Kürbiskernöle miteinander zu vergleichen. Dabei wird eine eigene Sprachkultur für das Kürbiskernöl entwickelt. Als Höhepunkt der Qualitäts-offensive für das Steirische Kürbiskernöl wird die Landesprämierung der besten Öle in der Steiermark durchgeführt.

Mit Hilfe von Schulungs-, Weiterbildungs- und Informationsveranstaltungen werden den Projektteilnehmern laufend die Neuigkeiten übermittelt.